Im Rahmen des HaMiZu Gipfelstürmer am 20.03.2024 fand eine erkenntnisreiche Diskussion statt über die Herausforderungen, denen sich die Projekte der Handwerk 4.0 Förderlinie stellen. Als besonders herausfordernd kristallisieren sich sogenannte "Henne-Ei-Probleme“ heraus, das sich in verschiedenen Facetten innerhalb der Projekte manifestiert.
Ein wichtiger Input kam dabei vom Projekt
BIMPUT, das sein eigenes Henne-Ei-Problem beleuchtete. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie Handwerkerinnen und Handwerker dazu motiviert werden können, Building Information Modeling (BIM) zu nutzen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch andere am Bau beteiligte Akteure, wie bspw.Planer*innen, oft noch nicht auf die BIM-Methode zurückgreifen.
Ein weiteres zentrales Hindernis, das in der Diskussion beleuchtet wurde, ist die Frage der Kostenübernahme für die Nutzung entsprechender BIM-Software. Hier hat das Projekt BIMPUT durch die Bildung eines Service-Ökosystems innovative Lösungsansätze gefunden, wie diese Hürde in Zukunft (auch über die Projektlaufzeit hinaus) überwunden werden könnte.
Im Dialog mit anderen Projekten der Handwerk 4.0 Förderlinie wurden weitere vergleichbare Herausforderungen identifiziert und erörtert. Ein wiederkehrendes Thema war dabei, wie Handwerksunternehmen dazu befähigt werden können, die entwickelten Anwendungen und Technologien eigenständig zu nutzen, ohne auf die Hilfe der Projekte angewiesen zu sein. Auch die Frage, wie Handwerksunternehmen als Anwendungspartner für die Entwicklung gewonnen werden können, wurde intensiv diskutiert.
Ein wertvoller Beitrag kam hierbei vom Projekt
DiBesAnSHK, das seine Erfahrungen teilte. Durch einen kooperativen Ansatz, bei dem Zwischenergebnisse kontinuierlich mit den Anwendungspartnern geteilt werden, konnte nicht nur die Motivation gesteigert, sondern auch schnelles Feedback erhalten werden.
Das HaMiZu Café bot somit eine Plattform für den Austausch von Ideen und Best Practices. Die gewonnenen Erkenntnisse und Diskussionen sollen in zukünftigen Veranstaltungen weiter vertieft und ausgebaut werden, um gemeinsam die Herausforderungen der Handwerk 4.0 Projekte erfolgreich zu bewältigen.
Auf der diesjährigen Zukunft Handwerk in München stellten die HaMiZu-Projekte ihre innovativen Lösungen für das Handwerk in Form von Demonstratoren vor.
Zum Ende der Projektlaufzeit findet im April die Abschlussveranstaltung statt. Dort werden die teilnehmenden Projekte ihre Ergebnisse ausgiebig präsentieren und diskutieren.