HaMiZu präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse im HaMiZu Café
6. Februar 2024
Rückblick auf die Forschung im Jahr 2023
Zum letzten Mal im Kalenderjahr 2023 fand das HaMiZu Café statt. Diesmal lag der Fokus auf HaMiZu selbst: Projektmitarbeitende von CUB, ifh und HPI stellten ihre wichtigsten Forschungsergebnisse aus dem vergangenen Jahr vor. Sei es die Status-quo-Analyse zur Digitalisierung im Handwerk, die Rolle verschiedener Lebensphasen bei der digitalen Transformation oder auch das Thema Change-Management - HaMiZu hat in diesem Jahr einige Forschungserkenntnisse gewinnen können, die wir im HaMiZu Café präsentierten.
Digitale Transformation im Handwerk - Motivatoren, Wünsche und Ängste von Mitarbeiter:innen im Change-Prozess
Veränderungsprozesse wie die Digitale Transformation haben unter anderem wesentliche Auswirkungen auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Eine Studie der CUB untersuchte, inwieweit Handwerksunternehmen ihre Mitarbeitenden in Change-Prozessen einbinden. Den in qualitativen Interviews befragten Handwerksbetrieben war es zunächst wichtig, ein Bewusstsein im Team für die Änderungsprozesse zu schaffen und die Mitarbeitenden aktiv von neuen Technologien und Veränderungen zu überzeugen.
Generation X, Y, Z – Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Motivation in unterschiedlichen Lebensphase
Eine weitere Studie der CUB beschäftigte sich ebenfalls mit den Wirkungen der Digitalen Transformation auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Hier lag der Fokus jedoch darauf, wie diese Veränderungen die psychologischen Grundbedürfnisse sowie das Wohlbefinden beeinflussen. Um sich diesem Thema zu nähern, wurden in
Workshops mit Fokusgruppen Personas entwickelt, die beispielhafte Angestellte aus verschiedenen Gewerken und in verschiedenen Lebensphasen darstellen. Anhand dieser Personas wurde deutlich, wie wichtig ein Perspektivwechsel für die Geschäftsführungen von Handwerksbetrieben bei der Digitalen Transformation ist.
Status-quo-Analyse: Wie weit ist die Digitalisierung im Handwerk?
In qualitativen Interviews mit den Handwerksbetrieben der „Handwerk 4.0“-Projekte und mit den Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) verschiedener Handwerkskammern untersuchte HaMiZu den Status quo der Digitalisierung im Handwerk. Bereits der Literaturüberblick mit insgesamt 37 Studien zeigt, dass die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) im Handwerk zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Interviews verdeutlichen, dass vor allem die Kundenkommunikation und die Bereitstellung von Kundeninformationen zentrale Anwendungsbereiche für Digitalisierungsmaßnahmen und KI-Lösungen im Handwerk sind. Trotz einiger Hemmnisse, die nach wie vor bestehen, sehen viele Handwerksbetriebe die Digitalisierung als Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und mehr Zeit auf der Baustelle statt im Büro verbringen zu können.
Auf der diesjährigen Zukunft Handwerk in München stellten die HaMiZu-Projekte ihre innovativen Lösungen für das Handwerk in Form von Demonstratoren vor.
Zum Ende der Projektlaufzeit findet im April die Abschlussveranstaltung statt. Dort werden die teilnehmenden Projekte ihre Ergebnisse ausgiebig präsentieren und diskutieren.